Stromberg Sprüche – Staffel 3

Folge 1:

Für die bin ich da so was, wie die Verona Feldbusch für den Rahmspinat war oder ein Franz Beckenbauer für ähh alles mögliche.

Wie so’ne Katze, wenn man denkt da ist Feierabend, dann hab ich immer noch so 5, 6 Leben in der Hinterhand

(Im Büro) Ja was den ganzen Haufen hier anbelangt, da hat sich nicht viel getan….Ist ja praktisch wie ein Friedhof hier, wer einmal ein Plätzchen hat, den kriegste nicht mehr weg.
(Nach Gespräch mit Jennifer) Ja so ab und an kommt auch son bisschen Leben auf den Friedhof

(Zu Jennifer) STOPP, stehen bleiben Büropolizei. Ich sehe hier einen eindeutigen Verstoß gegen Paragraph 1 der Büroordnung.. nie attraktiver sein als der Chef.

Ja aber so bin ich, Kreuzung aus Brad Pitt und St. Martin … wie so ein Büro-Bernhardiner..so knudlig, aber immer da, wenn Not am Mann ist..oder an der Frau… Kennen Sie diese Hunde? Die kommen dann so an, nur nicht mim Fässchen um Hals, sondern eben mit ner Akte.

Ernie hats doch grad aktuell völlig in die Murmel gehagelt

„Herr Steinke, als Animateur sind sie hier aber nicht gebucht, ne…“ „Wie jetzt?“ „Ja kucken sie sich doch um, hängen hier irgendwo Luftschlangen, liegt da draußen Helgoland?.. Ist hier keine Butterfahrt… Hier den Gemeindebefruchter geben, der überall rumschwirrt und äh..die Arbeit bleibt liegen“

Macht, Einfluss, Ruhm..das wirkt auf Frauen einfach sexy..ist fakt. Punkt 1, da ist der Altersunterschied völlig wurscht..hm.. musst ja nur mal ankucken was der Dr. Helmut Kohl, als der noch Kanzler war, was der alles weggenagelt hat…. Zweitens, leben wir heute Gott sei dank in Zeiten wo man auf so Äußerlichkeiten nix mehr gibt….Früher, wär so einer wie ich peinlich gewesen, früher hätte man gesagt ..auuu, gottlchen..äh son Mann in den besten Jahren macht sich zum Affen wegen soner jungen Frau… da ist unsere Gesellschaft aber heute nen ganzes Stück weiter. Heute kannst du dich locker zum Affen machen äh bzw. sogar im Gegenteil. Heute isses ja wie ääh äh beim King Kong. Heute kriegt der größte Affe die geilste Schnalle. Und das kommt mir natülich entgegen…

(Zeigt auf Jennifers Suppe) Haben Sie das schon gegessen oder wollen Sie das noch essen?

Ja ne, für ne gute Frau musst du auch mal bereit sein ein Risiko einzugehen…. Wenn der Adam, wenn der damals nicht gesagt hätte ach komm ist mir doch egal was der liebe Gott da erzählt gib her denn Apfel… dann säße ich doch heute gar nicht hier.

„(Jennifer:) Mein Herz hat jetzt schon Aussetzer“ „Meins auch, ganz ohne Kaffee, wegen ihnen..dir Jennifer… naja ..es ..boah hab ich aber auch lang nicht mehr gemacht, bin schon total aus der Übung.. bin ja nun auch schon ne Weile Single und dieses ständige allein sein, jeder Tag, jeder Abend, zuhause, das hab ich echt gefressen inzwischen, wie sone alte pampe..und du bist, wie soll ich sagen..andere müsste ich mir so schön saufen, wie ich sie schon nüchtern für mich sind..und das ist ja auch nicht alles..wir haben soviel Spaß miteinander und alles mögliche“ ……… „Ich weiß jetzt gar nicht was ich sagen soll“
„Ja wenn man ne Kuh melken muss, dann nützt es ja auch nichts wenn man sie am Schwanz zieht, dann muss man ran an die Euter..
deshalb frag ich jetzt ganz einfach mal. Sie..du hast doch auch gemerkt, dass da mehr ist zwischen uns, deßhalb wollte ich einfach mal fragen ob wir uns nicht einfach mal außerhalb der Capitol..erstmal ganz unverbindlich…“

Sex ist wie Olympia, dabei sein ist alles.

Das ist ja wie früher Weihnachten..da wünscht du dir wochenlang ein Bonanza-Rad und was kriegste am Ende..n´kratzigen Pulli…und so ist es bei der Liebe bzw. generell im Leben auch. Man nimmt was man kriegt, aber man kriegt nie was man will. Und da heißt es dann blitzschnell umschalten, äh ja, improvisieren, aber das sag ich ja eh immer…
Büro ist wie Jazz, nur ohne die Musik.


Folge 2

Das Leben ist ein Kasino, ja.. und entweder du spielst Roulette oder Mau-Mau, und….also was Frauen anbelangt jetzt. Und wenn du Roulette spielst, dann muss du wissen oh oh oh, das isn Glücksspiel. Bei Frauen kannst du auch verlieren, das ist klar. Aber Hauptsache ist, du spielst weiter. So wie ich jetzt. Seit meiner Scheidung merk ich ja erst mal, wie die Weiber überhaupt auf mich reagieren. Und ich red jetzt nicht von Frauen, wo es knirscht im Bindegewebe ja?. (Frau kommt rein) Sondern, dass es auch auf der menschlichen Ebene passt, das ist wichtig, weil das menschliche….(Frau geht raus) Und ich dachte schon, ich wär flirttechnisch irgendwie eingerostet….bin ich überhaupt nicht, bin ich überhaupt gar nicht, überhaupt gar nicht (Frau kommt rein) Schön hier die..die neuen Büros hier in dem äh renovierten Trakt. Bei uns unten sieht’s ja eher aus wie in Honeckers Hose, sag ich mal so vom Design her. (lacht) (Frau geht raus) Oh, die fährt aber auch zum Lachen ins Ausland. Trockenpflaume. Da sind die jungen Dinger…aber das ist ja das, was ich immer sage: du musst die Weintraube vernaschen, bevor sie ne Rosine ist. Weil wenn die erst mal ne Ros..(Frau kommt rein)….(Frau geht raus) Bohaha, Erikas Schwester (lacht)

Wehmeyer: Lassen Sie sich eigentlich einen Vollbart wachsen? Stromberg: Achso, ne ich war nur noch nicht zu Hause. Ich bin ja.. Frauentechnisch bin ja wieder unterwegs. Da kannst du nicht einfach ausm Bett rollen bei den jungen Dingern und sagen . Da musst du morgens auch noch mal ran.

Oh Ulf, Hummeln in der Hose?

Ah, die geht bestimmt auch ab wie ein geöltes Kalb. In der Preisklasse hab ich grade auch was am Start.

(Bereitet seine Rede vor) Das Leben ist wie eine Taxifahrt, auch wenn man rumsitzt und wartet, tickt ja das Taxameter und…..DER Taxameter…weiß ich nich…und rumgesessen haben Sie ja viel in 40 Jahren Capitol…..das ist doch Scheiße… anders…You’re my heart, you’re my soul, oh you really are my Capitol (lacht) you’re my heart, you’re my soul….oh, der Herr Becker.

(Zu Becker) Noch n Apfelsinchen für n Heimweg?

Hätte hätte hätte….hätte der Hund nicht geschissen, hätte er den Hasen gekriegt.

Jesus Christus! Sind sie im Zirkus groß geworden? Da kann man doch anklopfen.

(Nach Lehnhoff’s Frage) Das ist keine kurze Frage! Ja sie haben gesagt, ne kurze Frage. Sind sie doof? Ist ne kurze Frage….oder tragen sie n String-Tanga? Ist ne kurze Frage. Was sie gestellt haben, ist das Gegenteil von einer kurzen Frage. Das ist ne rießen lange Frage. Und ich muss jetzt wieder los (geht)

Das Leben ist wie unsere Parkplätze bei der Capitol: sehr kurz, sehr schmutzig, aber wenigstens umsonst (lacht)…… Lacher

Bei den Weibern ist es wie bei den Hobbits, am Ende geht’s immer um n Ring. Unser einem geht es doch erst mal um bisschen Spaß und so weiter, und die suchen gleich was zum Heiraten….das ist doch schrecklich….egal, ob Supermodel oder ob die aussehen wie Dresden ´45 ist scheißegal….die denk immer gleich: oh, was festes…komm wir bauen n´ Haus, wir pflanzen ein Baum, äh… die ganze Soße.

Die Männer, die stammen vielleicht vom Affen ab, aber die Weiber mit Sicherheit von ner Klette.

(erwischt Ulf un Tanja im Auto) Kommt ma raus da! Haben wir jetzt hier n Autopuff oder was ist hier los? (Tanja: Ulf hat neue Boxen im Auto – Stromberg: Ja hab ich gesehen, ihre Boxen da) Hier in Sichtweite von Becker hier rumschwängeln. Das ist wirklich clever…also Glückwunsch….der muss nur einmal ans Fenster treten und gute Nacht Johanna.

Ja Ulf, die Arbeitszeit ist nicht nur zum rumdaddeln da! Wo Büro ist, ist kein Streichel…ähh…zoo!

Kinder, ganz kurz mal eben, hallo…ich dreh hier so n kleinen Film für die Capitol, geht auch ganz schnell und ich komm jetzt gleich rein und es wär super, wenn ihr so tun könntet, als wär hier alles super, so im Sinne von hier ist die Verwaltung von Garten Eden und ihr habt alle mächtig Spaß an den Backen.

Ernie: Was soll das hier? Was soll das, ihr Arschlöcher? Ich hab euch…was meine Mutter noch hatte… hab ich euch, weil ich gedacht hab, dass euch das ein bisschen freut ja…und jetzt seh ich das hier im Müll.
Stromberg: Äh..Ernie, ich mach hier für die Capitol grad ein Film.
Ernie: Hier, von einer toten Frau sind die. Dass ihr euch nicht schämt, also wirklich!
Stromberg: Ernie, das bringt doch nichts hier wochenlang den Toten Sonntag nachzuspielen.
Ernie: Hier, die tote Banane, Knusperjoghurt und da drunter die ganzen Sachen von meiner Mama. (leert Mülleimer aus)
Erika: Ernie, hör mal, es will doch keiner was gegen deine Mutter.
Stromberg: Jetzt kommt die auch noch angerollt, ich krieg die Pimpernellen.
Erika: So Herr Stromberg, das lass ich mir jetzt auch nicht länger bieten.
Ernie: Das war ne anständige Frau, du dicke Ziege!
Stromberg: Können wir jetzt dieses scheiß Gute-Laune-Bild mal zu Ende drehen hier? Oder nicht!? Himmel Arsch!

Strombergs Rede: Ja meine sehr verehrten Damen und Herren. Ein großer deutscher Philosoph hat mal gesagt: mit 66 Jahren da fängt das Leben an, mit 66 Jahren da hat man Spaß daran, mit 66 Jahren da kommt man erst in Schuss, mit 66ziiiig ist noch lang noch nicht Schluss. Und das stimmt! Jetzt werden viele von sicher ihnen denken: boah..woher will der Jungspund das denn wissen? Aber ich kann Ihnen versichern, ich weiß, was es bedeutet, noch mal von vorne anzufangen, denn ich bin geschieden….Natürlich darf man ein einem Tag wie heute auch mal senti….sentimental sein…..und mein Großvater, der hat immer gesagt: es war nicht alles schlecht damals. Und das sollen auch Sie sagen können, und deswegen hier noch mal ein paar Bilder von mein….von Ihrer….von unserer Capitol.

N´ Bier mit mir das rat ich dir

Jeder Mann lebt ohne Frauen besser, das ist klar…außer jetzt vielleicht ein Gynäkologe. Aber sonst ist doch alles scheiße mit den Weibern, alles….ich bin erst mal durch mit den Frauen…. Gibt weißgott noch genug andere Leute.


Folge 3 – Karneval

(Erkennt Erika im Engelskostüm) Achso, das ist ja Erika…ich dacht schon Ernie’s Mutter wär‘ aufn Sprung runter gekommen.

Ja Erika,.. kann-nicht wohnt ja nun meistens in der äh will-nicht Straße

(Zu Erika) Ganz schön kleine Flügel für so n rießen Engel… Da würd ich die Wolke aber von der Statik her noch mal durchrechnen.

Als Chef bist du eigentlich ’ne Art Büro-Animateur. Ein Entertainer mit Schreibtisch. Ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin mit schlechter Laune ist wie ne Schneeflocke. Einer allein ist harmlos, n paar Dutzend sind schon n Schneeball. Wenn du dann nicht aufpasst, dann hast du ratzfatz ’ne Lawine in der Hütte. Deshalb ist das Wichtigste, was du als Chef machen musst: Gute Laune… Machst du gute Laune, machen die Leute dir die Arbeit, so einfach ist das. Auf den Baumwollfeldern damals bei den Sklaven wurde ja auch immer gesungen.

Ich geh Karneval als….Ernie (lacht) jetzt kauf ich mir noch ’n Nervenkostüm, aber ein ganz schwaches ha ha

Ah hier Frau Schirrmann….als was gehen sie denn zum Karneval? Ich geh als Ernie….Jennifer: Naja, verkleiden ist jetzt nicht so mein Ding. Stromberg: Ja aber da haben sie es doch ganz einfach. Sie ziehen sich einfach gar nichts an und gehen als Sexbombe, oder Ulf? Machen wir einfach ne Lunte an die Frau Schirrmann, und zwar hier hinten. Jennifer: Sie sind aber ganz schön rollig, Herr Stromberg, kann das sein? Stromberg: Joo, hier so ’n Waffengipfel: Sexbombe gegen Stimmungskanone. Jennifer: Für die Sexbombe haben Sie nur leider keinen Waffenschein. Stromberg: was?

Ich mach’s wie der liebe Gott. Der lässt sich… der lässt sich auch nicht so oft blicken, hat aber trotzdem ein gutes Image.

Ja, Erika komm, so eine kleine Zusatzaufgabe bringt Sie schon nicht um….Eher das, was hier so stinkt….Ach Ernie, war ja klar. Hast du deine alten Socken aufgewärmt?

Der Chinese schläft nicht, Herr Becker… Stichwort: Globalisierung. Man muss als 100-Meter-Läufer auch zwischendurch mal freiwillig 110 Meter laufen, um den Chinesen zu zeigen: „So Junge, jetzt zeig du mal, was du auf der Pfanne hast.“

Zuckerbrot und…Spiele. Da haben die alten Griechen haben damit ganz große Er…äh…

Ich geh erst zum Arzt, wenn’s blutet oder fault.

So..kanns kurz mal eben… hallo … alle..ich war ja grad mal beim Wehmeyer ganz oben… hier gabs ja in letzter Zeit viele lange Gesichter und da hab ich mal gesagt, gut dann macht der Papa schön mal einen auf Moses, der das Bürovolk aus dem Jammertal führt.. und der Hans-Jürgen, der Wehmeyer, der wollte das erst gar nicht…und ihr kennt mich ja ich kann ja hartnäckiger sein als ne Erkältung..und dann hat der Wehmeyer irgendwann gesagt, „gut Bernd…dann mach aber auch“ ne…ja..lirum larum, damit die Stimmung hier mal son bisschen besser wird machen wir hier zusammen am nächsten Dienstag schon ne Karnevalsparty..tädä…

Hallo? Red‘ ich rückwärts?

Die Leute hier, die würden sogar im Schlaraffenland zum Betriebsrat rennen. Hier ist zum Warm, hier ist zu viel Obst, hier sind zu viele nackte Weiber. Die ganzen Dumpfkacheln und Trümmerfrauen hier, macht mich wirklich fuchsig. Da bin ich auch ganz ehrlich. Hier Nörgeln nörgeln nörgeln, das ist aber typisch deutsch. Wenn ich in Indien zu ’ner Horde Teppichknüpfern gehen würde und würd sagen: „Komm Junge, lass liegen den ollen Perser, heute ist Karneval“ dann wär’ da aber ruckzuck Stimmung in der Bude… Hier rufst du einmal „Freibier“ und die Fleppe hängt auf halb neun.

Ja Sie sind hier auch nicht zur Kur, Herr Lehn…(Lehnhoff: hoff). Wir sind hier auf Arbeit, und Arbeit macht Arbeit. Deswegen heißt’s ja auch…(Lehnhoff: Arbeit)….ja.

(Erika will mit Wehmeyer reden, der gerade telefoniert, Stromberg kommt dazu) Humba, humba, humba, tätäere, na schon ganz kribbelig wegen Dienstag..die feiert ja sehr gerne unser Engelchen…Erika: Ich wollte gerade mit Herrm Wehmeyer reden.. Stromberg: Ja ist doch super..aber den Herrn Wehmeyer lassen wir jetzt mal schön telefon-nanieren…und wir zwei beiden gehen an unsere Tischchen zurück…komm (schiebt sie weg)

(In der Kantine, setzt sich zu den anderen) Ach..hier.. der Doktor und das liebe Vieh…braucht ihr schon Asperin hier für die Feier oder?

Oft ist ja viel früher Feierabend als man denkt… also jetzt nicht im Büo, sondern im Leben…daran denkt man ja oft gar nicht bei dem ganzen Alltags…äh scheiß..Auf einmal steht er vor einem, unser aller Vorgesetzter mit der großen Sense.

Ich glaub, die meisten Leute haben Angst vor dem Tod, weil sie irgendwo mal gehört haben, dass das ganze Leben noch einmal an einem vorbeizieht. Wenn ich mir das alles noch mal angucken soll, da würd ich schon sagen, da war vieles bei,….äh..das war nix.

Jesus Christus, jetzt hör doch mal auf zu nölen. Fang doch mal an zu leben! Du hast doch gesehn, wie schnell das gehen kann bei deiner Mutter… Da steht der Kerl hier um tausend Uhr..Ich muss noch was recherchieren..zuhause ist eh nix,nänänä..

Darum geht’s doch überhaupt gar nicht. Es geht um’s Leben…an sich, Berthold. Was glaubst du wie unwichtig daneben dieser Unfallscheiß da ist? Glaubst du, den machen die Heinzelmännchen oder was? Ne, den macht ihr, alle wie ihr da seid. Nach Karneval. Alles wie gehabt. Darum geht’s doch überhaupt nicht. Das ist doch alles scheiß egal…. Ich hab Krebs………vielleicht…wenn ich Pech hab zack, hab ich vielleicht noch ein Jahr. Wenn ich in nem Jahr unter der Erde liege, glaubst du da kommt irgendjemand da her und sagt: „ach kuck mal das doch der Stromberg, der hat uns damals die Unfallkonsolidierung auf’s auf Auge gedrückt. Ernie: Ja doch glaub ich schon, dass sich Leute so was merken… Aber das war doch der Herr Wehmeyer jetzt….Stromberg: Ernie!! Du bist doch..du bist doch ein selten dämlicher Haufen! Du bist ja echt nicht zu retten. Ich rede von Krebs…äh hier…im Kopf. Ernie: Haufen…da muss ich ganz ehrlich sagen, ich lass mir vieles…, aber nicht Haufen, da ist jetzt wirklich mal Schluss…Stromberg: Ernie so hab ich das … (leise) Da ist doch nicht zu fassen.

Ich war vorhin beim Arzt…und ist nix. Also hab ich ja auch nicht ernsthaft mit….Ist ja eine so genannte Alterswarze…hat mit Alter jetzt überhaupt nix zu tun, ist einfach ne Laune der Natur. Lass ich mir jetzt wegschneiden das Ding, und bumsti. Wobei im ersten Moment denkst du natürlich schon „mein lieber Scholli“ hier, aber wie gesagt: is nix…also alles Eiter weiter.

Das ist ein ganz feiner Kerl, hier die Frau Schirrmann. Das merkt man erst wenns bremslig wird, da merkt mal, was für Freunde man hat.


Folge 4

(Sieht die schwangere Kollegin, die heult und von Mitarbeiterinnen getröstet wird)Was ist hier? .. Oh, geht’s los? Kommt das Kind? Jod, heißes Wasser, Handtücher. Hier, Bernd Stromberg, der Arzt, dem die Frauen vertrauen.

Ja mensch, das ist aber ne fette Patsche, wo sie grade drinsitzen. Hauptsache Gesund, sag ich immer.

Menschenführung ist für mich beispielsweise das, was der Stepptanz für die Neg…ähh die Farbigen ist. Hab ich im Blut. Läuft bei mir auch ganz automatisch ab. Das ist sicherlich auch eine meiner Stärken, wenn ich das mal so…. Hier, das ganze fachliche Gedöns und so, da gibt’s bestimmt bessere als mich, sag‘ ich ganz offen, aber alle die da draußen, die sind mir wichtig, vom kleinsten Aktenschwengel bis hin zur letzten Tippennudel. Die wissen, dass ich sie ernst nehme.

(Kaffeemaschine fällt auseinander) Guck dir das mal an. Das hält alles nur noch von 12 bis Mittach. Kommt ja wahrscheinlich auch aus Asien, die gelben Säcke da. Die sagen sich auch: komm für die blöden Rundaugen da schrauben wir einfach mal son Schrotthaufen zusammen, der ähh (Die Frauen kommen rein) Oh, die Sternensänger.

Über so was könnt ich mich wirklich schwarz ärgern.

Jennifer: Na ja, weil ich gesagt habe, der Herr Stromberg setzt sich bestimmt für die Maja ein und der redet noch mal mit dem Becker
Stromberg. Na ja…das…mhh…..Ne

Ei ei ei ei ei, unser Fräulein Seifert ist aber hormonell aber auch ein wenig unterzuckert heute, was?

Ich werde mit dem Becker reden, Jesus Christus.

Stromberg: Na ja gut ich sag mal so: es zu versuchen, ist immer der erste Weg zum Scheitern. Ja und das hat immer der Dings immer gesagt…och wie hieß der denn?
Becker: Ach jetzt kommen sie mir doch nicht mit Ihren Kalendersprüchen. Das ist doch völliger Unfug.
Stromberg: Mao. Ach Quatsch ne hier der andere, Charlie Chaplin.

So dann lass mich an der Stelle noch was sagen, ja..eine derartig schwangere Frau wie die Maja Becker, äh Decker, einfach so pardauz auf die Straße zu setzen, finde ich persönlich höchstgradigst fragwürdigst.

Und das kennt man ja, so ’ne Schwangerschaft, das ist ja wie hundert Folgen Lindenstraße im eigenen Körper, dass da Fehler nicht ausbleiben.“

Ja man muss sich auch mal klarmachen, was das für ne Außenwirkung auf die, ähh na, Auswirkung auf die Außenwirkung hat von der Capi….Wehmeyer: Sie würd ich jetzt einfach mal bitten, ne Pause zu machen.

(Stromberg zu Frau Decker) So. Soo, liebe Frau B…äh…Decker. Eine Situation wie ihrige ist natürlich Wind auf meiner Mühle des menschlichen, die ich ja seit Jahren hier im Betrieb hochhalte und kann Ihnen hiermit die frohe Kunde machen, dass Ihre Entlassung zurückgenommen worden ist. Sie können also auch nach Ihrem Mutter…äh..schutz..äh…schafts…urlaub weiter hier arbeiten.
Frau Decker: Jetzt echt?
Erika: Warte lieber erst mal ab, bis du das schriftlich hast. Nicht, dass alles wieder leere Versprechungen sind. Ja mit der Unfallkonsolidierung ist auch noch nicht so lange her. Da haben Sie uns das blaue vom Himmel runtergeflunkert und dann war alles Pustekuchen.
Stromberg: Ja Kuchen. Das ist das Einzige, woran Sie wieder denken.

(Stromberg bekommt Blumen von Frau Decker)
Stromberg: Ja das ist aber…Ja Kinder Danke. Also, is über Nacht noch jemand erblindet, vielleicht kann ich da auch was machen. Oder ich könnt auch Wein zu Wasser machen.
Erika: Lange tönt’s im Walde noch, Lurchi lebe hoch hoch hoch.
Stromberg: Lurchi. Ich geb Ihnen gleich Lurchi du.
Erika: Das war doch der Held im Wald. Ich hatte als Kind diese Comics. Kennen Sie das nicht?
Kollege: Lurchi ist super.
Stromberg: Ja Lurchi ist super. Also Kinder, wenn sonst noch irgend ein Anliegen ist einfach zum Papa kommen.
Ernie: Ich würde ganz gerne wieder alleine sitzen.
Alle: Ohh..Ernie
Ernie: Ja wieso? Sie ist die ganze Zeit immer hier am Telefon zugange.
Stromberg: Ernie, du wirst auch bald alleine sitzen. Schön allein in ’nem Haus, auf ’nem Planeten. Achso tust du ’eh schon längst….hinterm Mond. (lacht)
Erika: Ab und zu kommt er uns mit seinem Raumschiff besuchen.

So ’n schlichter Dank, so ’ne einfache Anerkennung, das ist wie wenn dir die ganze Seele einmal komplett durchgelüftet wird. Das macht schon Spaß. Da merkst´de auch, warum du das hier alles macht. Vom Gefühl her ist das wie bei Jesus wenn er die ganzen Toten da aufgeweckt hat. Der hatte bestimmt auch jede Menge Spaß…also vor der Kreuzigung jetzt.
(zu Erika’s Bambi-Blick)
Erika jetzt hör mal auf, sonst krieg ich noch Alpträume

Lecko mio, ist das’n Käffchen. Wehmeyer: Wollen Sie auch ein Latte Macchiato? Stromberg: Latte Macchiato…das ist aber auch italienisch für Erektion oder? Ja ne, komm, dann bring mir auch mal so n Apparat.

(Schildert Wehmeyer die Aktion mit dem Sandwitch-Toaster & Hausmeister) Jetzt kommt der Hausmeister und denkt, er müsste mal wieder ganz besonders kräftig Korunden kacken. So von wegen nä „private Elektrogeräte“ nänänä. Und dann wird auf einmal ein Fass aufgemacht, dicker als Erika. Und da finde ich, das muss nicht sein.

So Ernie, wo isser? Komm mal ran. Hier du kannste jetzt hier den Papst auf Toast machen zum offiziellen..mit Segen von ganz oben. Ich hab mit dem Hans-Jügen….äh…mit dem Wehmeyer gesprochen und patsch.
Ernie: Und darf ich jetzt hier in der Kaffeeküche?
Stromberg: Jo.
Ernie: Also das….ahh..freu ich mich.
Stromberg: Lurchi
Alle: Lurchi Lurchi Lurchi Lurchi Lurchi Lurchi

Ach Ernie, du hast aber wirklich Nerven wie Nudeln.

(Zu Ernie) Weißt du was das Geheimnis von Beliebtheit ist? Du musst auch mal was für andere machen. Nicht immer nur ich ich ich ich ich. Prinzip Sankt Martin: du musst deine Klamotten auch teilen können. Jetzt nicht deine, aber vom Prinzip her.

Wenn du mit einem Bein schon in der Scheiße steckst, dann musst du mit dem anderen natürlich noch Marathon laufen können.

Da würd ich jetzt aber an Ihrer Stelle nicht künstlich so ’n rießen Glühwein heiß machen, Herr Becker. Zwischen mir und dem Hans-Jürgen….dem Wehmeyer die Chemie ganz gut stimmt, und ich sag mal nicht nur die Chemie sondern auch die Physik… Das sie da eher so ein bisschen mimöslich reagieren…das versteh ich ja.. Becker: Sie graben sich da gerade eine Grube, aus der sie nicht mehr heraus kommen.. Das verspreche ich Ihnen! Stromberg: Das ist aber in dem Falle von äh Frau Decker..da hatten sie ja am Ende die Schippe in der Hand, ne..wenns ums Thema Grube geht.

Wer mit Mitte 20 nicht rebelliert hat, hat kein Herz, aber wer mit Mitte 40 nicht im mittleren Management sitzt, hat kein Hirn. So sieht’s aus. Das Wichtige ist, dass du auch in ’ner Führungsposition ’n Revoluzzer bist, wenn’s passt…..um zu sagen ‚oh leute, das und das und das, das läuft aber alles schwerst suboptimal’ und so seh ich mich.

Pallim pallim ich bin’s schon wieder. Herr Wehmeyer hätten sie da mal ’n Minütchen? Es geht um die Abwicklungsscheiße.


Folge 5

Ich hab überhaupt kein Problem mit Autoritäten, ich kann’s nur nicht haben, wenn mir einer sagt, was ich zu tun und zu lassen hab’. Gibt’s in dem Laden hier…gibt’s da Leute, die mit dem ganze Arbeits…pillepalle besser Bescheid wissen als ich? Ja….gut, womöglich. Aber Fachwissen engt ja auch ungeheuer ein, muss man ja auch mal sehn. So Fachleute sind wie so Locher: simpel, präzise, im Büro unentbehrlich. Aber es muss eben auch jemanden geben, der sie runterdrückt. Also im Sinne von äh (drückt Locher runter)

Natürlich hat der Ernie auch ’ne Dälle in der Bimmel, das ist ja gar keine Frage. Aber letztlich geht’s doch auch darum. Dass man trotzdem sagt: ‚Nö, über so welche macht ich jetzt nicht dauernd Witze.’

Eiskalt der Fraß hier. Da kann ich ja gleich ne Tiefkühlpizza lutschen.

Was heißt denn bitte uneigennützig? Natürlich ist so eine Aktion nicht in dem Sinne uneigennützig. Aber ich bin ja auch ein bisschen anders, ganz klar. Insofern betrifft mich so eine Aktion auf ’ner gewissen Ebene ja auch selbst. Verstehen Sie? Und die da oben sollen auch mal ganz klar sehen, dass der Stromberg nicht immer nur am rumdaddeln ist, sondern dass der auch was bewegt (verschiebt einen Kaktus)

Ja tut mir leid, aber wenn mir so ’n Gesichtsgulasch gegenübersitzt, dann kann ich nicht sagen: Sie sind wunderschön, Frau Dings. Das hat ja aber eher was mit Ehrlichkeit zu tun, als mit Diskriminierung. Und man muss auch mal ’n Spaß machen dürfen, ohne dass einem das gleich weiß Gott wie ausgelegt wird.

Humor ist in Deutschland kein gern gesehener Gast, leider.

Ich besteh ja zu 90 Prozent aus Ellenbogen und zehn Prozent Herz.
Und Hirn natürlich, noch mal 30, 40 Prozent. Durchsetzten, mit Charme und Köpfchen.

Frauen sind ja meistens auch Mist, das muss man ja mal ganz klar so sehn. Erst wer verheiratet ist, lernt ja, was es heißt zu hassen. Insofern kann ich mir schon vorstellen, dass es da Männer gibt, die sagen: Ja komm, was solls? Mit nem andrem Mann kann ich mich in ’ner Jogginghose auf’n Sofa fläzen und Fußball gucken und schön n Bierchen dabei, eigentlich optimal. Nur das sexuelle mit ’nem Mann, das wär für mich…wobei, damit ist ’ne Ehe auch meist Essig.

Stromberg: Wir müssen das blinde Huhn an die Hand nehmen und ihm zeigen, wo das Korn hängt. Und darum geht es… und nicht nur bei Behinderten. Ne, es geht hier um Minderheiten aller Art: um normale Leute, um Ausländer, um…alles mögliche. Jochen: Sie können aber auch ohne Punkt und Komma stundenlang Bullshit quasseln oder? Ich find das grandios. Einen blöden Spruch nach dem anderen raushauen. Schreiben Sie sich da vorher was auf oder schütteln Sie das so aus’m Ärmel? Stromberg: Wieso jetzt blöden Spruch? Jochen: Ich find das super. Stromberg: Achso Jochen: Das würd ich auch gern können

Jochen: Man sollte das Integrationsgedöns so richtig groß machen. So richtig mit beiden Füßen auf die Tränendrüse latschen. Wissen Sie, was ich meine? Sie sind doch nun wirklich ideal dafür. Ich meine, sie könnten dem Papst doch ’n Doppelbett verkaufen? Stromberg: (lacht) Dem Papst ’n Doppelbett….ja gut also. Das stimmt natürlich. Rhetorisch hab ich einiges im Petto, wo andere… Jochen: Ja eben, das wär’ für mich auch ne richtige Story.

Ulf: Was is denn das?
Ernie: Das is ’n Raumspray. Das ist wie ’n Wunderbäumchen in besser. Seit ich nicht mehr so auf den Taler achten muss, denk ich oft: ‚Ach komm, was soll der Geiz? Leihst du dir auch ruhig mal was.’ Hier, das ist Duftrichtung Harmonie für Wellness und Entspannung hat die Frau gesagt. Hier probier mal (sprüft)
Ulf: Ahh n Raumspray, alter du bist so hohl. In dem Schädel könnte mal Raumschiff Enterprise…
Ernie: ULF!
Ulf: Bis unendliche Weiten…
(Stromberg und Jochen kommen dazu)
Stromberg: Kinder! Was ist denn hier schon wieder?
Ernie: Er macht hier die ganze Zeit wegen dem Raumspray.
Ulf: Da stinkt angeblich nach Wellness.
Ernie: Das ist Harmonie, du….Arschloch.
Stromberg: Mensch Ernie, du alte Kartoffel. Du bist aber auch wieder…
Jochen: Ja das ist ja super. Mit dem können wir doch schon mal anfangen.
Stromberg: Mit Ernie oder was? Weil der…(pfeift)
Jochen: Na klar.
Ernie: Ulf! Ich hab’s jetzt voll ins Auge…Oh, er kommt hier ständig an und macht sich witzig über egal was ich mach. Und das pranger ich an.
Stromberg: (zu Jochen) Stimmt. Haste recht. Ist ne gute Idee. Kinder, ganz kurz mal eben. Der Ernie gehört hier in die Abteilung genauso wie jeder andere. Der Ernie ist ’n bisschen anders als die anderen. Aber das is auch ok.
Ulf: Aber beim dem Wellnessraumspray hör der Spaß ja wohl auf oder?
Stromberg: Ulf! Das ist jetzt ein ernstes Thema mal kurz. Aktiv gegen Diskriminierung von Ausländern und Behinderten (zeigt auf Ernie)
Ernie: Behinderten?
Stromberg: Ja sicher. Und der Jochen macht jetzt mal schön ’n paar Fotos hier von uns zwei Hübschen.

Stromberg: Es geht jetzt hier gegen Diskriminierung.
Erika: Das sagt ja jetzt der Richtige.
Ernie: Hat sie aber recht. Weil „Aktenmongo“ haben Sie gesagt.
Stromberg: Ernie, du bist ja aber nun auch manchmal…
Ernie: Nein, über ihn (zeigt auf Kollegen)
Stromberg: Das ist ja jetzt Quatsch.
Ernie: Oder „Lumpenerner“ sagen Sie immer über…
Stromberg: Ja im Falle von Frau…Klüwer ist das richtig. Da hab ich tatsächlich mal gesagt, dass die Garderobenauswahl da nicht im….
Ulf: Ja und, dass er hier eigentlich auf Erika stehen müsste, weil in Indien die Kühe heilig sind…mehrfach

Stromberg: (singend) Meine Oma, die heißt Jochen und die ist ’n harter Knochen
Jochen: Meine Frau, die heißt jetzt Bernd und hat sich schon von mir entfernt.

(Erika schmollt und hält ihren Hasen)
Tanja: Man der ist ja süß.
Ernie: Den hat der Wiebrecht vom Außendienst, der hat ihr den geschickt. Wo ich gesagt hab: ‚das ist so ’n trojanischer Hase’. Also wie das Pferd nur als Hase. (Erika läuft weg) Ja ne, weil das dicke Erika….Ende kommt ja noch, Erika. Weil du sollst doch dann bestimmt für den Wiebrecht so Sachen machen, wo…
Tanja: Ernie jetzt lass mal.
Ernie: Da waren nämlich Soldaten drin in dem Pferd. Das weis die Erika wahrscheinlich nicht. Ich hatte das in der Schule.
Tanja: Ach Ernie, manchmal bist du aber auch so doof.
Ernie: Wieso bin ich jetzt doof, wenn sie so ’n Hasen kriegt? Immer wenn irgendwas ist, ist immer erst mal der Ernie doof. Ne hier (steht auf uns schreit) Diskriminisierung ist das! (Tanja läuft weg)

Jochen: Ja das stimmt. Ich bin schwul. Und das ist auch gut so. Ich häng das nicht so an die große Glocke wegen meim Chef, der ist da ’n bisschen unlocker. Ich hab da kein Problem damit, aber er.
Stromberg: Jetzt mal ohne Scheiß, du bist doch jetzt nicht richtig schwul? Also in dem Sinne, was man so hört.
Jochen: Ich weiß ja nicht, was du so hörst. Aber ich schätze, das meiste, was du so hörst, hab ich schon gemacht.
Stromberg: öhöhöh

(in der Kantine)
Stromberg: Oh, Kinder was ist denn hier schon wieder los?
Ulf: Der Wiebrecht hat die Erika zum Essen eingeladen.
Stromberg: Wiebrecht? Unser Außendienst-Wiebrecht?
Ulf: Ja, der hat irgendwie Mist gebaut und Erika muss es wieder ausbügeln.
Stromberg: Achso, hat mich schon gewundert. Kann ich mir ja gar nicht vorstellen, dass der Wiebrecht die Erika zum….(Erika schlägt Tür zu, geht und Stromberg grinst)
Ernie: Ah hier, die Wurst ist auch noch nicht vom Teller. Das hät ich nicht von dir gedacht, ehrlich. Ich bin nicht doof.
Tanja: Ernie, das hab ich doch gar nicht so…
Ulf: Ey natürlich bist du doof, hallo? Du bist Ernie.
Stromberg: Ulf! Die Aktion hier gilt auch für ihn.
Ulf: Wegen dieser Schwuchtelaktion ist Ernie nicht mehr doof oder was?
Ernie: Ich bin nicht doof.
Stromberg: Was für ’ne Schwuchtelaktion?
Ulf: Hat dieser Bieder mir heut erzählt, dass der Schüller ’ne Schwuchtel ist.
Stromberg: Äh Ulf, ich möchte solche Ausdrücke…(geht auf Ulf los)
(Ulf fliegt um und geht dann auf Stromberg los)
Ernie: (geht schreiend dazwischen): Lass den Herr Stromberg! Und ich bin nicht doof.
Alle: Ernie!
(Wehmeyer kommt rein)
Stromberg: Hallo Herr Wehmeyer. Wir sind hier grad mitten in ’ner…aber ansonsten ist alles spitze, äußerst positiv
Wehmeyer: Darf ich Sie mal sprechen?
Stromberg: Jetzt?
Wehmeyer: Jetzt


Folge 6

Das Essen ist auch wieder … Im Nahen Osten machen sie aus so was Bomben!

Scheiß Weiber! Die ganze Kohle, die die eh schon kosten!
Hier ’n Cremchen, da ’n Sälbchen – und dann guckst du dir die Alte an und denkst: Wofür eigentlich das ganze? Und so ’ne Scheidung ist ja noch viel teurer.

Ja, so ’ne Scheidung, das ist natürlich wie so Seelen-Aids, wo man ganz langsam wegrottet, weil man mal mit der Falschen rumgevögelt hat bzw. mit der Richtigen. Da kannst dich komplett auf mich verlassen, Herr Becker.

Ulf: Was sucht denn der Kampfpinscher hier ey?
Ernie: Ja Ulf, der Hund ist mein Gast in der Abteilung.
Ulf: ‚N doofen Hund. Eher ’n Blindenhund für Doofe.
Erika: Doofhund ist gut (lacht)
Ernie: Herr Stromberg, ich möchte nicht, dass der Ulf so…
Ulf: Den musst du eh einschläfern. Du kannst hier nicht einfach ’n Köter mitbringen, ist gegen die Hausordnung.
Stromberg: Ja da könnt ich schon ne Sondergenehmigung ausstelln, ne? (zu Lulu)
Ernie: So nämlich, Ulf.
Ulf: Ja aber wenn der Bäcker die nicht unterschreibt,….
Stromberg: …krieg ich die trotzdem, Ulf. Weil ich hab erst mal wieder alle Vollmachten hier, auch ohne den Becker, ne? Ja, hat sich nämlich ausgebeckert hier. (zu Lulu) Hat sich nämlich ausge, ach so da wollt ich eh noch ’ne offizielle Ansage machen. (zur Abteilung) Kinder…
Ernie: Ganz kurz mal eben…
Stromberg: Bis auf Weiteres hat der Becker hier erst mal, ist der erst mal nicht mehr hier. Das geht jetzt also alles wieder über den Papa. Also Becker (Daumen runter), Papa (Daumen hoch und pfeift).

Ich bin ja wie so ’ne Speckschwarte, die man ins Meer schmeißt. Ich komm‘ immer wieder nach oben. Ebbe, Flut, scheißegal, mich kriegt man nicht unter. Wobei Speck mein ich jetzt nicht äußerlich, sondern ich hab ja eher so…ja Charakterspeck. Da perlt alles ab, während rechts und links da macht’s dann schon häufiger gluck gluck gluck…gluck gluck gluck

Das Leben ist wie ’ne Wundertüte. In jeder Ecke ’ne Überraschung.

(zu Erika) Das können Sie machen, wie der Pfarrer Assmann. Der macht es wie der Pfarrer Nolte. Und der Pastor Nolte, der machte es immer so wie er wollte.

Das macht schon Spaß, wenn man so hochgespült wird und merkt ohh ich bin ja wieder ganz oben. Das muss ich schon sagen.

Tanja: Hätten Sie was dagegen, wenn der Ulf kurzfristig ’n paar Kartons hier bei uns im Archiv rumstellt?
Stromberg: Nä. Von mir aus… ‚is mir schnurzpiepegal. (Ernie kommt rein) Ah, das isser wieder.
Ernie: (zu Lulu) Guck, da ist die Tante Tanja.
Stromberg: Ha die Lala.
Ernie: Die ist wie ’n Mensch, die Lulu.
Stromberg: Ach so.
Ernie: Die versteht alles. Also da kann ich meine Mutter schon verstehen, dass sie lieber die Lulu genommen hat, also noch mal neu zu heiraten, nachdem mein Vater….

Ich musste noch schnell meinem kleinen Außenminister da unten die Hand schütteln. Die Aufregung, ich war ja lange nicht mehr dabei (lacht) Ach so, sind unten keine Handtücher mehr auf’m Klo, Frau…können Sie mal dem Herr Dings mal Bescheid sagen. So Kinder, dann wollen wir mal…

(Kommt zur Besprechung) Alle Jahre wieder kommt der liebe Bernd (singt). Ja Entschuldigung, dass ich zu spät bin, aber ich musste noch meinen Rüssel wringen. Hier ist ja ’ne Stimmung wie bei der Oma unter’m Rock. Kinder, was ‚is los? Ist jemand tot oder?

(Telefonkonferenz mit der Zentrale) Guten Morgen! Stromberg. Bernd Stromberg…ich bin für den Herr Becker. Das hat ’ne blasentechnische Erklärung, dass ich zu spät bin. Können Sie…(legt versehentlich auf) Oh jetzt bin ich glaub hier auf den falschen…ja, da muss ich aber sagen, das ist sehr fimschich gemacht.

(Nach Stromberg’s Patzer)
Stromberg: Ja ist ja blöd gelaufen eben…mit dem Ding da.
Pötsch: Ach was, ist uns allen schon mal passiert.
Stromberg: Ach was ja?
Pötsch: Ne! Ne natürlich nicht! Aber war ’n richtiger Bock (lacht)
Stromberg: Ja

Was ist hier? Ziehen die Hempels um oder was ist hier los?

Wehmeyer: Das ist noch viel schlimmer als ich es mir vorgestellt habe.
Stromberg: Ja, aber so kleine Fehlerchen gehören doch dazu. Das ist ja wie bei ’ner Flöte ohne Löcher, da kommt ja auch nix raus.
Wehmyer: Mitarbeiter lagern kistenweise Privateigentum in ihren den Räumlichkeiten.
Stromberg: Ulf, das ist eben n Problem, Ulf. Weiß ich auch nich, wie lange der noch tragbar ist.
Wehmeyer: Sie halten einen Hund in der Abteilung.
Stromberg: Ernie.
Wehmyer: Der Wippermann muss nur den Hund sehen, dann ist hier Feierabend.
Stromberg: Beim Ernie, da muss man sich auch mal überlegen, wie lange der noch gehalten werden kann.
Wehmeyer: Nein
Stromberg: Ja ja
Wehmeyer: Nein
Stromberg: Ja ja
Wehmeyer: Für Sie ist dann Feierabend, Stromberg. Für Sie! Das ist Ihre Abteilung.
Stromberg: Mhm
Wehmeyer: Ich übernehme für diesen Saustall keine Verantwortung, das sag ich
Ihnen. Und das sage ich auch der Zentrale. (geht)

(Stromberg zieht wütend sein Jackett aus und spricht zur Abteilung)
Stromberg: So, alle mal herhören. Ab sofort weht mir hier ein ganz ein anderer Wind durch diesen äh Saustall! Dieses laxe Rumgearbeite muss mir aufhören! (läuft weg und kommt wieder) Ich hab’s im Guten versucht. Aber ich kann auch anders!
Ernie: Ja aber wieso…
Stromberg: GANZ ANDERS KANN ICH! Und das kann ich sogar viel besser!
Ernie: Ja aber ich dachte jetzt wo Sie wieder…
Stromberg: Mitarbeiter lagern kistenweise Privateigentum in den Räumlichkeiten. Ich glaub mein Hamster…äh pupt. Das muss man sich mal VORSTELLEN!
Tanja: Aber ich hab‘ Sie doch extra gefragt…
Stromberg: Ich hab‘ doch gesagt ich hab’s im Guten versucht. Wenn ihr mir das so dankt, dann könnt ihr euch nicht wundern. (Ulf kommt mit Lulu rein) Hier, und als erste kommt mal diese Töle weg.
Ernie: Ne, da haben Sie mir die Erlaubnis gegeben…
Stromberg: ‚N HUND IM BÜRO?
Ernie: Ja, da hab ich…
Sromberg: ‚N HUND IM BÜROO? HALLO? Da kann ich mir ja gleich meine eigene Kündigung schreiben! Wir sind hier nicht bei Daktari!

Wir sind Kollegen, keine Freunde. Es geht hier nicht darum, sich gegenseitig die Haare machen oder gemeinsam seine Tage zu kriegen ja? Was die da draußen, was die kapieren müssen ist, dass ich der Chef bin. Und wenn’s bei mir ruhig läuft, dann scheint auch bei denen die Sonne. Wenn sich aber bei mir was
zusammenbraut, dann donnert’s auch bei denen! Wobei, ’n Donner ist ja gar nich mal so schlimm. ‚N Donner sagt dir ja nur oh oh oh, wenn du jetzt nicht aufpasst, dann kriegst du ’n nassen Arsch. Wobei, bei den Angestellten reden wir ja nur von ’nem nassen Arsch. Für mich als Chef äh….Chef ist ja wie Fahrradfahren ohne Sattel. Du musst immer strampeln, strampeln,strampeln, strampeln. Und wehe du setzt dich hin, dann der Arsch nicht nass, dann ist er äh ab….der Arsch.

Erika: Aber Sie haben doch gesagt, es wär egal wie.
Stromberg: Ach egal egal. Egal ist 88! Egal ist Ketchup mit Tomatensoße! Egal ist Onkel Otto! Das hier ist das Gegenteil von egal, das hier ist nicht egal!

Ich bin der Chef, und wenn bei mir alles ruhig läuft, dann scheint bei denen auch die Sonne.

(Zur Abteilung) Ist jetzt bei euch komplett in der Hirse ’n Draht durchgeschmogelt? Schnallt ihr eigentlich nicht, was hier abgeht abteilungstechnisch? Kinder, hier tanzt bald der Klappspaten, wenn hier nicht mal zügigst Zug rein kommt in die Butze hier. (steht auf) Da kommt einer aus der Zentrale! Und wenn der guckt, wie’s hier aussieht, dann ciao caio caio cesku!

Ulf: Also ich geh jetzt mal wieder. Ja was? Arbeiten.
Stromberg: Das ist der erste vernünftige Satz seit Jahren, Herr Steinke.

Stromberg: Ich hab doch gesagt, dass die Töle wegkommt.
Ernie: Ich hab da ne Genehmigung von Ihnen…per elektronische Post.
Stromberg: Mh?
Ernie: E-Mail. Die müssen Sie erst widerrufen…schriftlich…unter Angaben von Gründen.
Sromberg: Meinst du, ich lass mir wegen deiner Plüschreite einen Einlauf von der Zentrale verpassen? Die Töle kommt weg! Bumsaus!

(In der Kantine) Das ist doch kein Auflauf, das ist Körperverletzung.

Wehmeyer: So da haben wir den Salat…schriftlich. Der Wippermann war überhaupt nicht zufrieden. Fangen wir bei Ihnen an, Vogt. Die Arbeitskoordination ist völlig unzureichend, in der ganzen Abteilung. Miserable Energienutzung. Schadensregulierung….fällt hingegen angenehm auf. Höchstens die Abläufe zu starkes Festhalten an den Vorschriften, der könnte etwas mehr Flexibilität gut tun, angenehm straff geführte Abteilung. Herr Pötsch, was war denn bei Ihnen los? Desaströse Zustände, steht hier.
Stromberg: So, das können wir uns jetzt n Momentchen auf der Zunge…nä? hier von wegen, dass ich nicht mehr tragbar bin und so…
Wehmeyer: Herr Stromberg, kann ich jetzt hier weiter…
Stromberg: Ja das können Sie aber auch ruhig mal zugeben. Da fällt Ihnen auch keine Krone vom Kopf. Weil hier allgemein immer getan wird: Stromberg hahahaha…angenehme, straffe Führung….so sieht’s nämlich aus.
Wehmeyer: So, kann ich jetzt hier weitermachen?
Stromberg: Ja ich wollt’s nur mal…
Wehmeyer: Ich schätze, wir bekommen in den nächsten Tagen…
Stromberg: Straffe Führung! (grinst)
Wehmeyer: Ich schätze, wir bekommen…
Stromberg: Und Katastrophe steht bei Ihnen (lacht)
Wehmeyer: einen Maßnahmekatalog, den wir…
Stromberg: Ja zu Recht, möchte ich mal sagen
(Ernie und Sabine „Sabbel“ Buhrer platzen rein)
Ernie: So jetzt ist endgültig Schluss. Haben Sie die Lulu weggeschenkt? Meiner Tante haben sie grad den ganzen Unterleib ausgeräumt und der Hund ist das einzige, was sie noch hatte…der hat bei meiner toten Mutter gelebt (heult).
Wehmeyer: Was ist denn hier überhaupt los? Was ist denn da?
Sabbel: Also Herr Stromberg hat wohl den Hund von Herr Heisterkamp geklaut und meiner Nichte geschenkt.
Stromberg: ‚N Hund im Büro? Da weiß man doch gleich, dass der Kopp abruht der Wippermann, wie der da… Herr Gott, Ernie.


Folge 7

(in der Mensa) Kinder, was dauert denn das hier wieder so lange? Als ich mich hier angestellt hab, hat ich noch volles Haar.

(zu Erika) Ja aber nich nächste Woche wieder krank sein mit ’ner Fettvergiftung, ne?

Koch: Was wollen Sie denn?
Stromberg: Ja ursprünglich wollte ich ja was zu essen haben, aber da bin ich hier wohl falsch ne?
Koch: Was soll das heißen?
Stromberg: Nix. Ich nehm auch das äh Erbrochene.
Koch: Ich mach Ihnen auch mal ’ne Spezialportion, Herr Stromberg…. ChchchhhPfühh
Stromberg: (zu Loermann )Also solche Leute sind doch auch….oder?

Erika: Hör ich zum ersten Mal das Thema.
Stromberg: Sie sind ja goldig. Hab ich Ihnen doch letzte Woche ’ne Mail geschrieben.
Erika: Nä
Stromberg: Doch!! Ja hat sie wahrscheinlich wieder nicht gelesen. Hatte sie wieder schlimme Brückentagsgrippe. (zu Becker)
Erika: Ich war krank
Stromberg: Dann machen Sie das jetzt aber pronto torronto fertig.
Erika: Ich bin diese Woche freigestellt wegen meiner Bewerbung zum Betriebsrat.
Stromberg: Ach Gott, das Drückeberger-Komitee wird ja neu gewählt. Ja aber da hat der Herr Becker schon Recht, das muss fertig werden…und zwar
Becker: Sie machen das! Sie selber, Herr Stromberg. Sie wissen das seit über zwei Monaten und delegieren das letzte Woche? Das darf doch wohl nicht wahr sein. Ich will das zum Ersten vorliegen haben…von Ihnen…eigenhändig.
Stromberg: Hmh!? (Becker läuft weg)
Loermann: Herr Becker hat gesagt, dass Sie bis zum nächsten Ersten das…
Stromberg: Ja Herr Gott, ich bin doch nicht taub.

Ich bin ein Wolf im Wolfspelz. Das musst du sein als Chef. Und deswegen muss ich auch nicht bei jedem Halli-Galli dabei sein. Sich über Beliebtheit den eigenen Leuten anzuwanzen, halt ich für völligen Humpels. Wenn du als Chef beliebt bist, hast du schon irgendwas was falsch gemacht. Dann kannst du gleich auf deiner Nase gleich ’ne Diskothek eröffnen, wo die anderen rumtanzen können.

(Erika und Ernie reden in der Kantine über das Einweihungsgeschenk)
Stromberg: Macht ihr hier Partyservice oder was? Soweit ich weiß, ist das immer noch ’ne Versicherung hier.
Erika: Wir machen Pause.
Stromberg: Ja Sie machen mir ’n bisschen viel Pause in letzter Zeit.
Erika: Ich hatte ’n Krankenschein
Stromberg: Ja, komm….
Ernie: Da waren ja ganz viele krank letzte Woche…da war hier wohl so ’n Virus.
Stromberg: Und ich hatte Ihnen übrigens wirklich ’ne Mail geschrieben, wegen dem Zeugs, was der Becker da von mir wollte…
Erika: Ja das hab ich jetzt auch gesehn…
Stromberg: So…aber ich steh da oben vor denen wie August äh Dösig. Sie haben entweder immer scheiß Krankenschein oder scheiß äh Betriebsrat.
Ernie: Die Erika die macht ganz viel hier noch auch nach Feierabend…für den Betriebsrat. Und ich glaub nicht, dass…
Stromberg: War ja klar…und Ernie die alte Dumpfkachel ham sie gleich mit eingelullt, das war ja klar hier: Dick und Doof, das passt ja.
Ernie: Dumpfkachel?
Erika: Sie sollten jetzt aber wirklich aufpassen, was Sie sagen, Herr Stromberg, ne? Sonst können Sie den Betriebsrat nämlich gleich mal kennenlernen.
Stromberg: Höö
Erika: Ja nicht Höö. Wenn ich im Betriebsrat bin, dann wird sich hier in der Abteilung nämlich auch einiges ändern. Und dann kommen Sie nich mehr so einfach nur mit Ihren ganzen Sperenzien. (Stromberg läuft weg)

Wenn Jesus damals kurz vor der Kreuzigung gesagt hätte: nä komm lass mal, da bin ich nicht der Typ für. Dann wär Ostern heut aber kein Feiertag.

(zu Loermann) Und im Betriebsrat da sind Sie unkündbar, auch komplett ohne Ohren.

In ’nem Land wie Deutschland gibt es maximal fünft Prozent vielleicht, die wissen, wo der Hase lang,… also, äh wo der liegt. Der Rest kommt aus der Abteilung Peil-Nix und Söhne. Nur ich sag immer: Auch leere Dosen machen Lärm und auch wer hinkt, kommt voran. Und da seh ich letztlich auch ne Aufgabe von mir, diesen Leuten zu helfen.

Die Wahlen laufen immer über die Weiber, deshalb ist es wichtig, dass erst mal die Weiber sagen: Holla, der Loermann, mein lieber Koko äh Kokoschinski

Glauben Sie denn, die Burstedt hat ’n Programm? Nee, die
schreibt einfach nur Mails an den Becker, von wegen meinem unkollegialen Verhalten und so weiter und so ’n Käsequark. Das ist der ihr Programm. Hauptsache gegen mich, aber die ist dick. Da sagen sich die Leute, woar
gemütlich, dick, guck, die wählen wir…

Stromberg: Ach du Scheiße, was ist denn mit dir passiert, Ernie? Du siehst ja aus wie dein eigener Vater in Schwul.

Manche Leute hat der liebe Gott kurz vor Feierabend gemacht, das is ja klar. Aber nützt ja nix, musst ja auch mit diesen Leuten arbeiten. Als Chef bist du immer wie so ’n Bastler. Du musst gucken, kann ich aus dem Schrotthaufen noch was rausholen und hier nützt es wirklich nix mehr oder so. Ganz oft ist es so, wo andere schon abwinken, seh‘ ich immer noch ’ne Möglichkeit …

Der Ernie sieht ja normalerweise auch aus wie ’n Rührei auf Füßen, aber mit den neuen Klamotten…ne?

Es kommt doch auf die Verpackung an. Wein reift doch auch im Fass und nicht in der Mülltonne.

Sie sehen ja aus wie Cap Anamur.

Wenn du mitten im Rennen merkst, du hast dich aufs falsche Pferd gesetzt, oder du merkst, dein Pferd ist ’n Diesel, dann nützt das ja alles nichts. Dann musst du weitermachen! Nach dem Prinzip funktionieren ja auch die meisten Ehen.

(in der Mensa)
Stromberg: Sammal, wen wählt ihr eigentlich hier beim Betriebsrat?
Kollegin: Das ist doch geheim.
Stromberg: Ich würde ja den Loermann wählen.
Kollegin: Nä
Stromberg: Ja ne komm… guter Mann. Also äußerlich wie ’ne Karre Mist, da müssen wir nicht drüber reden. Aber von der Birne her tiptop. Nur mental eben kurz vor’m Hauptfriedhof.
Kollege: Wie jetzt?
Stromberg: Ja ich sag mal so, in letzter Zeit hab ich ja viel mit dem…und der hört nix, mit den Weibern läuft nix und so weiter. Ich sag mal so, wenn der jetzt noch nicht mal in den Betriebsrat gewählt wird, dann würd’s mich nicht wundern, wenn wir eines Morgens reinkommen und Kollege Loermann baumelt hier schön von der Decke….kann ich mal den Senf haben, Frau äh…

Das ist doch alles Politik, äh Loermann. Das gehört doch dazu. Was glauben Sie denn, warum ’ne Merkel äh gewählt worden ist? Ossi, Frau, sieht scheiße aus. Das ist doch alles nur Mitleid, so funktioniert das doch in der Demokratie.

(zu Erika) Ach du liebes Bisschen, was haben Sie denn? Ist das Essen alle oder? Oh oh oh, da kann aber einer schlecht verlieren? Können sie schön mal einen Frankfurter Kranz niederlegen, am Grabmal des unbekannten Betriebsrates (lacht)

Stromberg: Wer ist heute nicht da? (pfeift) die Burstedt. Da muss ich ja wohl nichts dazu sagen: Montag ist Schontag.
Tanja: Haben Sie schon gehört mit der Erika?
Stromberg: Jo, komplett verkackt gegen Loermann.
Tanja: Die ist im Krankenhaus.
Stromberg: Oh, lässt sie sich Fett aufspritzen oder?
Tanja: ‚N Herzinfarkt wahrscheinlich. Die liegt auf der Intensiv. Sieht wohl ganz schlecht aus, haben die Ärzte gesagt.
Stromberg: Oh. Das ist aber…das ist aber jetzt äh…
Tanja: Das war wahrscheinlich alles zu viel für die mit der Aufregung mit dem Betriebsrat und so.
Stromberg: Ja aber Freitag hab ich noch zu ihr gesagt, komm nimm dir das nicht so zu Herzen…so schnell kann’s gehen.


Folge 8

(Bei Erika im Krankenhaus) Na hier ist sie doch unsere Simulantin.

Krankenhaus…geh’ ich nicht soo gerne hin. Da merkste erst mal wie schnell das Leben oft um ist. Und was hast du davon gehabt?

Hier, geschieden, offiziell jetzt. Und seit dem war nix war nix…praktisch. In jedem Pfarrhaus läuft mehr mit Frauen als hier. Aber auch sonst… Stell dir mal vor: Wenn ich jetzt ins Krankenhaus müsste, wer würde mich denn da besuchen kommen? Also außer euch jetzt, und dann die eine oder andere Kollegin noch…(Sabbel kommt rein)

Jetzt komm doch erst mal näher, ich beiß doch nicht. Also nur da hin, wo’s gut tut.

So…selbst die Capitolmatratze, die hier auf jedem Karosseplan rumgerutscht ist, was will sie von mir? Zahlen. Aber so ist das. Als Chef in meiner Position, da bist du so einsam wie…Gott.

(über Tanja) Wenn du da nicht auspasst, dann kommt die in ein paar Jahren aufm Besen zur Arbeit geflogen.

Was meinst du, was ich froh bin, dass ich wieder Single bin! Ich
kann wieder alles machen, was ich will. Ich kann… ich kann mir das schon vorstellen bei euch. Die Tanja, im Bett ’ne Granate, aber außerhalb vom Bett ’n Rohrkrepierer!

(zu Ulf) Wir sind doch die einzigen richtigen Kerle in dem Bums.

Lehnhoff: Warum soll ich das jetzt machen?
Stromberg: Weil ich das gesagt hab. Ja so sieht das aus. Die Scheiße fließt immer von oben nach unten.

Stromberg: Sammal seid ihr jetzt völlig…euch hat’s doch…dafür ist aber mal Zeit da? Bei mir kann sie nicht schnell genug wegkommen, aber bei Quasimodo’s Schwager rumschlawinern ja?
Ernie: Quasimodo’s Schwager…
Stromberg: Müll mich doch nicht voll.
Sabbel: Ja ich geh dann mal.
Stromberg: Mir ist hier grad die Degustra um die Ohren geflogen. Jetzt hat der Wehmeyer mich auf links gezogen.

(wühlt in Erikas Schublade) Jesus, das sieht ja aus wie Massengrab für Schokoriegel.

Hätte hätte Fahrradkette. Ich hab’s aber der Erika gegeben und die Dicke hat’s verbockt, so sieht’s nämlich aus.

(Stromberg an Erikas Krankenbett)
Stromberg: Erika, hallöchen. Was haben Sie denn hier…? Ach Gott, jetzt pennt die. Erika! Erika!
Erika: Stromberg? Ich hab so ’n Schlafmittel gekriegt. Mir ging nicht so gut.
Stromberg: Ja Erika. Mir geht’s auch nicht soo gut. Was haben Sie denn bei der Degustra angestellt? Hallo, nicht wieder wegpennen.
Erika: Mein Mann ist auf Montage.
Stromberg: Ja ich wär jetzt auch lieber… (lacht) Herr Gott! Können wir mal bitte kurz beim Thema bleiben, Degustra. Was ist denn das hier für’n Verrechnungsschlüssel? Hier steigt ja keine Sau durch. Die hat ja hier alles handschriftlich, hat die…
Erika: Mir ist ’n bisschen schwummrig.
Stromberg: Ja fragen Sie mich mal, wie es mir… (schreit Bettnachbarin an) Herr Gott noch mal durch das Gestöhne wird es doch auch nicht besser, da kann sich doch keiner konzentrieren, (lacht) wenn die hier die ganze Zeit… so hier noch mal zu dem Verrechnungsschlüssel…wie läuft das denn jetzt genau?
Erika: Das hab ich gemacht, als ich für den Betriebsrat kandidierte…kann sein, dass ich da ’n Fehler gemacht hatte, da war ich mit den Gedanken schon irgendwie… hab ich wohl nicht mehr so aufgepasst… weil ich auch dachte, dass Sie das sowieso alles noch mal korrigieren. Muss wohl noch mal jemand ganz neu rechnen.
Stromberg: Ja frohes neues Jahr, man man man, da kann ich mich gleich dazu legen. Ich krieg die Krise. (geht raus)

Solidarität ist hier natürlich ’n Fremdwort. Hier sitzt an jedem Schreibtisch ’n Bonsai-Judas. Da kann man von ’ner Horde Piranhas mehr Mitgefühl erwarten als hier von ’ner Horde Kollegen. Wenn du hier mal ’n Fehler machst, dann steht jeder von denen sofort ruckzuck parat mit ’ner Pfanne, in die er dich gleich reinhauen kann, wenn sich’s ergibt. Ohne ’n meterdickes Fell musst du morgens überhaupt nicht ins Büro kommen.

Maria und Josef könnten hier persönlich anklingeln und sagen irgendwie: „So Kinder, hier, wie sieht’s aus? Neunter Monat, Messias“ äh ne? Und die Leute würden sagen: ‚Komm, haut bloß ab, und geht zurück in euren sch…sch… äh Stall!

Ich leg dir gleich das ganze Gelumpe auf dein Tisch und ich brauch das natürlich wie der Graf von Molto Presto, sag ich mal.

Ernie: Die Sabine hat auch gesagt…
Stromberg: Ach Sabbel, lass mich doch mit der Schlampe in Ruhe (lacht)
Ernie: Also erstens der Name ist Sabine ja? Und Sabine und ich…da kann sich emotional was anbahnen zwischenmenschlich und dann lass ich nicht auf der rumtrampeln
Stromberg: Jetzt halt doch die Fresse!! Bohaha… Menschens Kind! Wenn die Degustrascheiße, wenn das nicht fertig wird, dann bin ich weg vom Fenster, das hat mir der Wehmeyer selber gesagt, dann ist Feierabend.

Jennifer: Sieht echt schick aus dein Anzug. Sieht richtig gut aus.
Ernie: Ja das ist….ah obwohl ich ähm… ich bin da emotional jetzt schon an die Sabine, ich kann nich zweigleisig fahren, was Frauen angeht.

Wenn sie wirklich was haben, dann sagen die Ärzte „sie haben nix“ und die Diagnose zeigt sie haben nix, dann kannst du aber schon mal los und dir ein Grabstein raussuchen.

Jennifer: Na ja finanziell sieht’s bei mir nämlich grad …also mein Ex der zahlt nix.
Stromberg: Ohh
Jennifer: Na ja und sonst ist auch eher mau.
Stromberg: Ja dann können wir zwei beiden aber schön ’n Klub zusammen aufmachen ne? Weil bei mir ist gerade auch insgesamt mehr als mau…eher mau-mau.

(im Krankenhaus, als sie nur Erikas Bettnachbarin vorfinden)
Stromberg: Wo ist denn die Frau Burstedt?… Ja also jetzt noch mal auf deutsch (lacht)… mhh? ich glaub die ist nicht von hier, ich versteh nur Chewapchichi
Ernie: DO you speak englisch vielleicht?…die spricht ja doch ganz gut deutsch…aber gar kein englisch, sagt sie, gar nich… mim Herzen genau, die Kollegin…. ah die ham sie noch mal…. die Erika ist tot. (Stromberg lacht; Stille, Ernies Uhr klingelt)

(Stromberg über Erikas Tod)
Ja ich sag mal so: Es hat ja natürlich auch was gutes. Weil die Jennifer krieg ich jetzt hier locker unter ne? Wobei man natürlich sagen muss, dass wir Erika…das ist ja gar keine Frage, das war ein ganz ne?…ein ganz außergewöhnlicher…aber deswegen hab ich ja auch gesammelt persönlich…hier im ganzen Haus. Und da ist ein dicker Batzen zusammengekommen. So haben wir die Erika ja auch oft genant. Ist ja nur Spaß (lacht)

Der Ernie hat sogar den Verrechnungsschlüssel für die Degustra im Krankenhaus wiedergefunden. Der hat mir ratz fatz den Degustrascheiß mir jetzt hier fertig gemacht. Damit ist der Papa natürlich auch erst mal hier schön wieder aus dem Schneider ne? Bzw. aus dem Schneider, der hier Bäcker heißt bzw. Wehmeyer. Also ich würd sagen, hier geht alles äh heiter weiter seinen Gang.


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